Osteopathie

"LEBEN IST BEWEGUNG"

Was ist Osteopathie?

 

Jeder Muskel, jeder Knochen, jedes Band, jede Faszie, jedes Organ und jede Zelle hat seine Aufgabe im System des Körpers. Die Osteopathie begreift den Körper als eine Einheit und basiert auf der Fähigkeit zur Selbstregulation und Selbstheilung des Körpers.

 

"Die Struktur bestimmt die Funktion und die Funktion bestimmt die Struktur"

 

Der Körper wird durch die Behandlung von Gelenken, Muskeln, Faszien, Organen und dem Liquorsystem wieder ins Gleichgewicht gebracht. Somit nimmt eine osteopathische Behandlung auch Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und die Psyche.

 

 

Geschichte der Osteopathie

 

Als eigenständige Therapie wurde die Osteopathie im 19. Jahrhundert vom amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still gegründet. Ableiten lassen sich die altgriechischen Wörter "Osteo" der Knochen und "Pathon" das Leiden/die Krankheit. Die parietale Osteopathie nach A. T. Still versteht die Knochen und Gelenke als Verbindung zu Ursache und Heilung von Krankheiten. Still stellte 1874 mit der Osteopathie ein ganz neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit dar. Als Voraussetzung für Gesundheit sieht er den ungestörten Fluss von Blut und Lymphe um die Versorgung der Strukturen und den Abtransport von Schlackstoffen zu gewährleisten. Bewegungseingeschränkungen die einen Stau, eine Stagnation oder Unterversorgung hervorufen, werden mit den Händen aufgespürt und sanft gelöst.

 

"Find it, fix it and leave it alone"

 

Weiterführend hat sich Dr. William Garner Sutherland, ein Schüler Stills, mit der Anatomie des Schädels beschäftigt und entdeckte 1939 erstmalig die primäre Respiarationsbewegung. Dies beschreibt eine pulsierende Bewegung die unabhängig von Herz- und Atemrythmus besonders am Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) gefühlt werden kann. Erzeugt wird dieser Rythmus durch den sogenannten Liquor, die Flüssigkeit die Gehirn und Rückenmark umgiebt. Die kraniosakrale Osteopathie stellt seither eine weitere Säule der Osteopathie dar.

 

In den 80er Jahren wurde die Osteopathie um eine dritte Säule , die viszerale Osteopathie ergänzt. Die französischen Osteopathen Jean-Pierre Barral und Jacques Weischenck erforschten wie die inneren Organe osteopathisch untersucht und behandelt werden können. Oftmals finden sich hier die Ursachen für Läsionen der Wirbelsäule und psychische Veränderungen.

 

Der französische Tierarzt Dominique Giniaux ist bekannt als der erste Osteopath, der Pferde behandelte. Er gilt als Gründer der Pferdeosteopathie.

 

 

Zitate stammen von A. T. Still.

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